Hero Newsletter 01/2026

Marktbericht

Der Juni verlief insgesamt gemischt und deutlich selektiver als der Vormonat. Globale Aktien legten nur leicht zu, während Europa klar besser abschnitt als die USA. Haupttreiber waren die Entspannung bei den Energiepreisen nach Fortschritten in den Gesprächen zwischen den USA und Iran sowie die fortgesetzte starke Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Gleichzeitig kamen große US-Software- und Plattformwerte stärker unter Druck, da hohe Investitionen und die Frage nach der kurzfristigen Monetarisierung wieder kritischer bewertet wurden. Damit blieb das Umfeld für die Kapitalmärkte positiv, aber deutlich anspruchsvoller als im Mai.

Entsprechend klar fiel die Rotation aus. Halbleiter, Ausrüster und ausgewählte Industrie- und Finanzwerte blieben gesucht, während große Softwaretitel und klassische Defensivwerte zurückfielen. In den Kommentaren rückte erneut die Frage in den Vordergrund, welche Unternehmen unmittelbar von KI-Investitionen profitieren und welche Geschäftsmodelle zunächst vor allem höhere Kosten und Bewertungsdruck tragen müssen. Der Markt honorierte damit im Juni vor allem direkte Infrastrukturgewinner und Unternehmen mit sichtbarem operativem Momentum.

Konjunktur und Inflation

In den USA zeichnete sich bis einschließlich Mai weiterhin kein klassisches Rezessionsmuster ab, allerdings blieb das Bild uneinheitlich. Der Arbeitsmarktbericht für Mai zeigte einen Stellenaufbau von 172.000 bei einer Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent. Damit blieb der Arbeitsmarkt robuster als vielfach erwartet. Auf der Inflationsseite wurde der Preisdruck im Mai deutlicher. Der Verbraucherpreisindex lag bei 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, die Kerninflation bei 2,9 Prozent. Treiber war vor allem Energie. Der Energieindex lag 23,5 Prozent über dem Vorjahr, bei Benzin sogar 40,5 Prozent. Damit blieb die US-Wirtschaft widerstandsfähig, die Kombination aus solider Aktivität und erneut höherer Inflation hielt den Druck auf die Fed aber klar aufrecht. 

In der Eurozone blieb der Energieimpuls im Juni ein zentrales Thema, auch wenn sich die Lage an den Rohstoffmärkten zum Monatsende entspannte. Die Inflation lag im Mai bei 3,2 Prozent und damit weiter klar oberhalb des EZB-Ziels. Konjunkturell zeigte sich das Bild schwächer als noch im Frühjahr. Nach einer Revision schrumpfte das BIP der Eurozone im ersten Quartal um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal, vor allem wegen eines starken Rückgangs in Irland. Für Deutschland hellte sich das Stimmungsbild im Juni leicht auf. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg auf 85,6 Punkte nach 85,0 im Mai. Das spricht nicht für eine kräftige Erholung, aber dafür, dass mit fallenden Ölpreisen und etwas geringerer Unsicherheit zumindest der akute Pessimismus nachließ.

Geldpolitik

Die Fed beließ auf ihrer Sitzung am 17. Juni den Leitzins unverändert in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. In der Stellungnahme wurde die Konjunktur weiter als solide beschrieben, gleichzeitig verwies die Fed ausdrücklich auf erhöhte Unsicherheit durch den Konflikt im Nahen Osten. Die Inflation wurde als klar oberhalb des Zielwerts liegend eingeordnet, auch wegen energiebedingter Angebotsschocks. Für die Marktstimmung wichtiger als die Entscheidung selbst war die Tonlage. Unter dem neuen Vorsitz von Kevin Warsh fiel die Kommunikation knapper und weniger vorhersagbar aus. Zudem signalisierten die aktualisierten Projektionen ein deutlich restriktiveres Bild als noch im März. Laut Medienberichten sah fast die Hälfte der 19 Fed-Mitglieder weitere Zinserhöhungen im laufenden Jahr als möglich an. 

Auch die EZB änderte im Juni ihren Kurs. Sie erhöhte am 11. Juni den Einlagensatz um
25 Basispunkte auf 2,25 Prozent und hob damit erstmals seit 2023 die Zinsen wieder an. Ausschlaggebend war der zuvor deutliche Inflationsanstieg infolge höherer Energiepreise. Für die Marktstimmung wichtig war neben dem Schritt selbst die Begründung. Christine Lagarde betonte später mehrfach, dass es sich nicht um eine reine Vorsichtsmaßnahme gehandelt habe. Die neuen Projektionen sehen für 2026 nun eine durchschnittliche Inflation von 3,0 Prozent und ein Wachstum von nur 0,8 Prozent. Damit wurde der Zielkonflikt zwischen anhaltendem Preisdruck und schwacher Aktivität im Juni offen sichtbar. 

Aktienmärkte im Überblick

Die Monatsperformance zeigte ein klar gespaltenes Bild. Der Euro STOXX 50 gewann 4,86 Prozent und war damit der stärkste große Markt. Der MSCI World stieg um 0,86 Prozent, während der DAX mit minus 0,03 Prozent nahezu unverändert blieb. In den USA gaben die großen Indizes nach. Der Nasdaq 100 verlor 0,78 Prozent und der S&P 500 sank um 1,32 Prozent. Insgesamt hielt sich Europa damit deutlich besser als die USA. Das passt zur Kombination aus fallenden Ölpreisen, einer etwas besseren Stimmung im europäischen Industriebereich und einer deutlichen Rotation innerhalb des Technologiesektors.

Top-Performer des Portfolios

Lam Research Corp. (+39,00 %): Lam Research war im Juni einer der sichtbarsten Gewinner der Rotation innerhalb des Technologiesektors. Rückenwind kam aus der anhaltend sehr starken Nachfrage nach Halbleiterausrüstung im Umfeld des KI- und Speicherzyklus. Ende Juni markierte die Aktie neue Höchststände, nachdem Analysten nach positiven Channel Checks ihre Kursziele angehoben hatten. Für den Markt war wichtig, dass Lam Research nicht auf eine spätere Monetarisierung setzt, sondern direkt am Investitionsboom der Chipindustrie verdient. Damit wurde das Unternehmen im Juni klar als Infrastrukturgewinner wahrgenommen.

NGK Corp. (+19,94 %): Bei NGK war im Juni kein einzelner operativer Kurstreiber verantwortlich, sondern die Entwicklung resultierte aus dem positiven Marktumfeld. Japanische Industrie- und Exportwerte profitierten von einer Kombination aus nachlassender Energieangst, besserer globaler Zyklik und einem sehr schwachen Yen zum Monatsende. Gerade diese Mischung stützte Unternehmen mit Industrie- und Exportprofil. Nach den starken Ergebnissen Ende April konnte NGK also das Momentum aufrechterhalten.

Allstate Corp. (+18,45 %): Allstate entwickelte sich im Juni sehr stark und markierte im Monatsverlauf mehrfach neue 52-Wochen-Hochs. Der Markt versprach sich durch die steigende Inflation höhere Zinsen, die insbesondere der Versicherungsbranche meist guttun.

Schwächste Werte des Portfolios

Microsoft Corp. (−15,25 %): Microsoft geriet im Juni erneut unter Druck, obwohl operative Schwäche nicht der unmittelbare Auslöser war. Belastend war vor allem die veränderte Marktlogik innerhalb des KI-Themas. Anleger hinterfragten die sehr hohen Investitionen in Rechenzentren und Infrastruktur zunehmend kritischer und rotierten gleichzeitig aus Software- und Plattformwerten in Halbleiter und Ausrüster. Gerade Microsoft wurde dabei erneut stark abgestraft.

Deutsche Telekom AG (−17,06 %): Die schwache Monatsperformance der Deutschen Telekom resultiert vorwiegend aus Skepsis hinsichtlich der Marktführerschaft, aufkommender neuer Konkurrenz durch eine Venture-Kooperation von Verizon und British Telecommunications sowie SpaceX.

Accenture PLC A (−32,11 %): Accenture war im Juni der mit Abstand schwächste Wert im Portfolio. Auslöser waren die Quartalszahlen Mitte des Monats. Zwar übertraf der Gewinn je Aktie die Erwartungen, doch Umsatz und vor allem die Neuaufträge enttäuschten. Hinzu kam eine Senkung des Wachstumsausblicks für das Gesamtjahr auf nur noch 3 bis 4 Prozent statt zuvor 3 bis 5 Prozent. Der Markt reagierte besonders empfindlich, da sich damit die Sorge verstärkte, dass klassische Beratungs- und IT-Dienstleistungsmodelle kurzfristig weniger von KI profitieren als viele erwartet hatten. Die Aktie fiel daraufhin auf den tiefsten Stand seit Jahren.

Portfolio-Ausrichtung und Ausblick

Die Allokation bleibt ausgewogen und ist bewusst auf Robustheit in einem volatilen Umfeld ausgerichtet. Die Aktienquote liegt bei 69,51 Prozent, ergänzt um 14,65 Prozent Renten, 6,66 Prozent Liquidität und 9,19 Prozent Gold. Innerhalb des Aktiensegments setzen wir unsere strategischen Schwerpunkte in der Informationstechnologie mit 24,23 Prozent, der Industrie mit 18,73 Prozent und den Finanzen mit 13,08 Prozent. Die Liquiditätsquote ist gegenüber dem Vormonat gesunken und wurde flexibel für Nachkäufe von aus unserer Sicht fehlbewerteten Unternehmen genutzt.

Der Ausblick bleibt trotz der Entspannung an den Energiemärkten von erhöhter Marktvolatilität geprägt. Weniger klassische Konjunkturfaktoren als vielmehr schwer kalkulierbare politische Wendungen, geopolitische Schlagzeilen und eine für die Märkte weniger berechenbare Notenbankkommunikation können das Sentiment schnell drehen. Der Juni hat zugleich gezeigt, wie abrupt die Rotation zwischen einzelnen Marktsegmenten ausfallen kann.

Vor diesem Hintergrund halten wir unsere selektive Grundhaltung bei. Wir setzen weiterhin auf Qualitätsaktien mit soliden Bilanzen, verlässlichen Cashflows und nachvollziehbarer Kapitalallokation. Gerade in einem Umfeld, in dem Wachstum bevorzugt und Geschäftsmodelle mit wiederkehrenden und stabilen Renditen abgestraft werden, sehen wir hier Chancen im aktiven Management. Ergänzend halten wir Gold als Absicherung und ausreichend Liquidität, um kurzfristige Übertreibungen nicht nur auszuhalten, sondern nutzen zu können.

Dies ist eine Marketing-Anzeige. Bitte lesen Sie den Prospekt und das KID, bevor Sie eine endgültige Anlageentscheidung treffen. Verbindliche Grundlage für den Kauf eines Fonds sind das Basisinformationsblatt (KID), der jeweils gültige Verkaufsprospekt mit dem Verwaltungsreglement bzw. der Satzung, der zuletzt veröffentlichte und geprüfte Jahresbericht und der letzte veröffentlichte ungeprüfte Halbjahresbericht, die in deutscher Sprache kostenlos bei der IPConcept (Luxemburg) S.A. (société anonyme), 4, rue Thomas Edison L-1445, Strassen, Luxembourg, (siehe auch https://www.ipconcept.com/ipc/de/fondsueberblick.html) erhältlich sind. Risiken sind dem Verkaufsprospekt zu entnehmen. Der Verkaufsprospekt und die KIDs müssen vor dem Kauf dem Anleger zur Verfügung gestellt werden. Die steuerliche Behandlung ist von den individuellen Verhältnissen jedes einzelnen Anlegers abhängig. Die Werbemitteilung dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Fondsanteilen dar. Insbesondere ist dem Empfänger empfohlen, nötigenfalls unter Einbezug eines Beraters die Informationen in Bezug auf ihre Vereinbarkeit mit seinen persönlichen eigenen Verhältnissen, auf juristische, regulatorische, steuerliche und andere Konsequenzen zu prüfen. Hinweise zu Chancen und Risiken entnehmen Sie bitte dem aktuellen Verkaufsprospekt. Es kann keine Zusicherung gemacht werden, dass die Anlageziele erreicht werden. Diese Werbemitteilung wendet sich ausschließlich an Interessenten in den Ländern, in denen die genannten Fonds zum öffentlichen Vertrieb zugelassen sind.

Der Fonds wurde nach luxemburgischem Recht aufgelegt und ist in Luxemburg, Deutschland zum Vertrieb zugelassen. Der Fonds darf in den Vereinigten Staaten von Amerika („USA“) sowie zugunsten von US Personen nicht öffentlich zum Kauf angeboten werden.

Die Verwaltungsgesellschaft kann beschließen, die Vorkehrungen, die sie für den Vertrieb der Anteile ihrer Organismen für gemeinsame Anlagen getroffenen hat, gemäß Artikel 93a der Richtlinie 2009/65/EG und Artikel 32a der Richtlinie 2011/61/EU aufzuheben. Weitere Informationen zu Anlegerrechten in deutscher Sprache sind auf der Homepage der Verwaltungsgesellschaft (www.ipconcept.com) einsehbar: https://www.ipconcept.com/ipc/de/anlegerinformation.html

Die Dokumente können ebenfalls kostenlos in deutscher Sprache bei der Einrichtung, Value Experts Vermögensverwaltungs AG, Landschaftstraße 2, 30159 Hannover bezogen werden.

Wertentwicklung unserer Vermögensverwaltung in der Variante Aktien Chance/unseres Fonds

Grafik zur durchschnittlichen Wertentwicklung pro Jahr vom 01.01.2016 bis 30.06.2026
Grafik zur durchschnittlichen Wertentwicklung pro Jahr vom 01.01.2016 bis 30.06.2026

Quelle: Eigene Darstellung; die Darstellung wird auf Basis der Daten durch vwd Portfolio Manager (wöchentliche Konsolidierung) erstellt.

Datenstand 30.06.2026.

Erläuterung: Der Darstellung der Wertentwicklung in der obigen Grafik liegt das Modellportfolio unserer Vermögensverwaltung in der Variante IVV Aktien Chance zugrunde, dass zum 1. Januar 2015 aufgelegt wurde. Aus Transparenzgründen wurde bereits bei der Berechnung und Darstellung der Wertentwicklung dieser Vermögensverwaltungsvariante die Verwaltungsvergütung des VERMÖGENSWERTE GLOBAL VV (Anteilsklasse R) in Höhe von 1,64% p.a. in Abzug gebracht sowie der max. mögliche Ausgabeaufschlag unterstellt, der bei Abschluss anfällt und vor allem im ersten Jahr ergebniswirksam wird. In der tabellarischen Darstellung des Zeitraums ist dieser Ausgabeaufschlag nicht berücksichtigt. Ab dem 14.07.2020 (Fondsauflage) bildet der Chart die Wertentwicklung des Fonds ab. Die Zahlenangaben beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Die Darstellung zeigt bis zum 14.07.2020 die vergangene Performance der Vermögensverwaltung IVV Aktien Chance und nicht die Performance des Investmentfonds VERMÖGENSWERTE GLOBAL VV.

Grundsätzlich gilt, dass vergangenheitsbezogene Daten kein Indikator für die zukünftige Wertentwicklung sind. Es kann keine Zusicherung gemacht werden, dass die Ziele der Anlagepolitik erreicht werden. Die Wertentwicklung der Vermögensverwaltungsmandate kann schwanken und weder garantiert noch gewährleistet werden.

Wertentwicklung unserer Vermögensverwaltung in der Variante IVV Aktien Chance/unseres Fonds für den Zeitraum 01.01.2016 bis 30.06.2026

Grafik zur durchschnittlichen Wertentwicklung pro Jahr vom 01.01.2016 bis 30.06.2026

Quelle: vwd Portfolio Manager; die Grafik wird auf Basis der Daten durch vwd Portfolio Manager (wöchentliche Konsolidierung) erstellt.

Datenstand 30.06.2026.

Erläuterung: Der Darstellung der Wertentwicklung bis zum 14.07.2020 (Fondsauflage) liegt das Modellportfolio unserer Vermögensverwaltung in der Variante IVV Aktien Chance zugrunde, das zum 1. Januar 2015 aufgelegt wurde. Aus Transparenzgründen wurde bereits bei der Berechnung und Darstellung der Wertentwicklung dieser Vermögensverwaltungsvariante die Verwaltungsvergütung des VERMÖGENSWERTE GLOBAL VV (Anteilsklasse R) in Höhe von 1,64% p.a. in Abzug gebracht. Ab dem 14.07.2020 (Fondsauflage) bildet der Chart die Wertentwicklung des Fonds ab. Die Zahlenangaben beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Die Darstellung bis zum 14.07.2020 zeigt die vergangene Performance der Vermögensverwaltung IVV Aktien Chance und nicht die Performance des Investmentfonds VERMÖGENSWERTE GLOBAL VV

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Die Bruttowertentwicklung nach BVI Methode lässt die bei der Ausgabe und Rücknahme der Anteile erhobenen Kosten (Ausgabe- und Rücknahmeaufschlag) und während der Halte dauer anfallenden Gebühren (z.B. Transaktionskosten) unberücksichtigt. Wenn ein Anleger für 1.000,– € Anteile erwerben möchte, muss er bei einem Ausgabeaufschlag von 5 % 1.050,– € dafür aufwenden. Es können für den Anleger Depotkosten und weitere Kosten (z. B. Depot- oder Verwahrkosten) entstehen, welche die Wertentwicklung mindern. Es ist zu beachten, dass der Wert der erworbenen Anteile, aufgrund von Schwankungen der Investments im Fonds sowie der Notierung der Wertpapiere, schwanken kann.

Nähere Informationen zu unseren Auszeichnungen finden Sie hier:

Marketing-Information